News | 02.12.15 #Robin #Netbit #Cloud

Cloud-Phone Robin kommt im Februar

Die Vorbestellung für 399$ läuft, im Februar wird es geliefert: Mit dem Robin will Hersteller Netbit durch eine intelligenten Verzahnung von Smartphone und Cloud auftrumpfen.

Intelligentes Backup in der Cloud

Dabei werden alle Daten des Nutzers in die Cloud geladen, sobald sein Robin am WiFi und am Strom angeschlossen ist. Nimmt man das Smartphone vom heimischen Netz, arrangiert es die Daten auf dem 32GB-Offline-Speicher. Ist darauf noch Platz, gibt es zwischen dem Robin und anderen Smartphones keinen Unterschied. Droht er aber, voll zu werden, löscht das Gerät automatisch die am Wenigsten benutzten Apps und Fotos. Sie werden dann geisterhaft-grau dargestellt und lassen sich mit einem Fingerdruck zurück ins Leben rufen, wenn man wieder WiFi hat. Die im Netz gesicherten Daten werden dann wieder zurück auf den lokalen Speicher geladen. Wer eine App „anpinnt“, nimmt sie vom automatischen Löschen für immer aus.

Mit dieser Methode kommen zu den 32GB noch einmal 100GB Speicherplatz in der Cloud dazu. Netbit verspricht außerdem, in Zukunft weitere Features zu liefern, die sich das Synchronisieren über die Cloud zu Nutze machen.

Was die Sicherheit angeht, so setzt Netbit bei der Anmeldung auf Google Authenticator. Dabei wird von Google ein Passwort generiert, das man einmalig zusammen mit dem eigenen eingibt, um sich zu authentifizieren. Problematisch würde diese Art der Sicherung, wenn jemand den Robin-Login-Screen vortäuschte, um danach an die hochgeladenen Daten zu kommen.

Schöne Mittelklasse

Angetrieben wird diese Cloud-Mechanik von einem Snapdragon 808 Prozessor, der auf 3 GB RAM zugreifen kann. Der 5,2-Zoll-Bildschirm (13,2 cm) mit Gorilla Glass 4 zeigt Bilder mit einer 1080p-Auflösung. Die rückwärtige Kamera schafft 13 MP, die Kamera vorne 5 MP. Der Fingerabdrucksensor ist auf dem An-Aus-Schalter, so dass man nur nur etwas länger drücken muss, um das Smartphone zu entsperren.

Die Batterie hält 2360 mAh. Das Gerät unterstützt Quick Charging. Mitgeliefert wird trotz eingebautem USB-3.0-Port nur ein USB-2.0-Kabel. Einen passenden Wandstecker muss man für rund 10 $ dazu kaufen.

Von Einigen gelobt wird das Design des Smartphones: es ist minimalistisch, aus Plastik, und liegt gut in der Hand. Ein Autor von The Verge kommt deshalb zu einem schlichten Urteil: „Probably the key word for this phone: pleasant.“

Ein Jahr Garantie auch mit Custom ROM

Weniger angenehm fand er das Android OS: langsam sei es, und verbuggt. Das kann sich allerdings bis zum fertigen Release noch ändern. Dann wird ein vom Design her schlicht gemachtes Android Marshmallow die eigenen Daten clever mit der Cloud synchronisieren.

Wer darauf keine Lust hat, wird sich über den standardmäßig frei zugänglichen Bootloader freuen, der es zusammen mit Open-Source-Treibern einfach machen soll, CyanogenMod oder andere Custom ROMs auf dem Gerät zu installieren. Das Beste: die einjährige Garantie bleibt auch dann erhalten, wenn man das Robin mit einem OS eigener Wahl bestückt hat.

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