Magazin | 26.06.15 #rufnummernmitnahme #prepaid

Rufnummernmitnahme

Gerade im Bereich der mobilen Telekommunikation gibt es häufig Änderungen der zur Verfügung stehenden Anbieter und Tarife. Wer hier ständig den jeweils am besten geeigneten Tarif nutzen möchte, wird daher unter Umständen auch häufiger seinen Anbieter wechseln. Ärgerlich dabei: Häufig verliert man dabei die alte Mobilfunknummer und muss seine unter Umständen hunderten Kontakte umständlich über die neue Nummer in Kenntnis setzen. Auch aus diesem Grund schrecken viele Nutzer von Smartphones und anderen mobilen Telekommunikationsgeräten häufig vor dem Wechsel zu einem neuen Anbieter zurück. Allerdings gibt es speziell für den Fall des Anbieterwechsels einen Service, der von den meisten großen Telekommunikationsanbietern unterstützt wird und den mit dem Rufnummernwechsel zusammenhängenden Ärger und Aufwand vermeidet: Die Rufnummernmitnahme.

Bei dieser kann man sich von Kollegen, Freunden und Verwandten auch nach einem Wechsel des Telekommunikationsanbieters unter der altgewohnten Nummer anrufen lassen. Hierbei wird also kurzerhand die bereits bestehende Mobilfunknummer inklusive Vorwahl zum neuen Anbieter portiert.

Wie funktioniert die Rufnummernmitnahme?

Auf dem Markt der Handytarife herrscht eine rege Konkurrenz. Aus diesem Grund wollen viele Anbieter ihren Kunden den Wechsel zu den von ihnen angebotenen Tarifen so einfach wie möglich machen. In vielen Fällen am einfachsten ist es dabei, die bereitgestellten Hilfen zur sachgemäßen Kündigung des momentan bestehenden Tarifes in Anspruch zu nehmen. Mit dem Ausfüllen dieses Formulars wird dann sowohl der momentan bestehende Mobilfunkvertrag zum nächstmöglichen Termin aufgelöst als auch die Mitnahme der alten Mobilfunknummer zum neuen Anbieter beantragt. Hierbei sollte man sich allerdings darüber im Klaren sein, dass der alte Anbieter häufig eine Gebühr für diese Rufnummernmitnahme berechnet. Dieses kann man sich aber in vielen Fällen vom neuen Telekommunikationsanbieter gutschreiben lassen. Hier sollte man also die genauen Details beachten, an die die Rufnummernmitnahme sowohl beim alten als auch beim neuen Vertragspartner geknüpft sind. Insbesondere sollte die Rufnummernmitnahme weder zu spät noch zu früh beantragt werden. Das abgesteckte Zeitfenster, in dem ein solcher Antrag möglich ist, ist aber meist recht großzügig dimensioniert. Häufig kann schon einige Monate vor dem eigentlichen Vertragsende eine solche Rufnummernmitnahme beantragt werden.

Fristen beachten - die Rufnummernmitnahme im Detail

Bei der Rufnummernmitnahme müssen in den meisten Fällen auch Fristen beachtet werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Mobilfunkvertrag abgeschlossen wurde, der nicht monatlich kündbar ist. Gerade auch unter diesem Gesichtspunkt kann der Abschluss eines Vertrags ohne Mindestlaufzeit also sinnvoll sein, da man hier besonders unkompliziert zum Tarif eines alternativen Mobilfunkbetreibers wechseln kann. Der frühstmögliche Zeitpunkt zur Beantragung einer Rufnummernmitnahme liegt meist einige Monate vor dem Ablauf des momentan gebuchten Tarifs beim alten Anbieter. Ein typischer Wert für die Vorlaufszeit sind hier etwa vier Monate bzw. 120 Tage. Der spätestmögliche Zeitpunkt liegt meist sogar noch nach dem Zeitpunkt des Ablaufs des alten Vertrages, allerdings muss man sich hier in den meisten Fällen an deutlich engere Fristen halten. Ungefähr 30 Tage nach diesem Stichtag sollte die Rufnummernmitnahme spätestens beantragt sein. Hier können natürlich Abweichungen je nach altem und neuem Mobilfunkanbieter und den entsprechenden Tarifen auftreten. Bei einer Prepaid-Karte ist eine Kündigung des bestehenden Vertrags naturgemäß nicht notwendig. Allerdings gibt es auch hier Formalitäten zu erledigen: Hier ist eine sogenannte Verzichtserklärung zu erstellen, die dann die Übernahme der momentan bestehenden Mobilfunknummer ermöglicht. Der alte Betreiber kann sich gegen die fristgerecht und korrekt beantragte Rufnummernmitnahme in der Regel nicht wären, da dem Verbraucher dieses Recht zusteht. Allerdings kann in Einzelfällen gerade bei Prepaid-Tarifen der Teufel im Detail stecken.

Prepaid oder Vertrag?

Was viele Nutzer einer Prepaid-Karte nämlich nicht wissen: Auch hier ist eine Mitnahme der alten Nummer zum neuen Anbieter häufig möglich. Hier muss zwar kein Vertrag gekündigt werden, allerdings sollte man sich rechtzeitig versichern, dass man alle regelmäßig abgerechneten Angebote des alten Anbieters wie z.B. Internet-Flatrates oder News-SMS rechtzeitig abbestellt hat, um die hier eventuell anfallende Gebühren zu vermeiden. Ansonsten kann es schnell zu unnötigen Zusatzkosten kommen. Ebenfalls wichtig: Unter Umständen muss man das eigene Prepaid-Konto noch einmal aufladen, damit die Gebühren für die Rufnummernmitnahme vom alten Anbieter abgebucht werden können. Wer dabei überlegt, ob die alte Nummer diese Gebühren wirklich wert ist, sollte beachten: Die meisten Anbieter sind an der Abwerbung von Kunden interessiert und zahlen ihnen die bei der Rufnummermitnahme entstehenden Kosten in Form von Boni oder Freitarifen zurück. Hier sollte man sich wie gesagt aber
genau darüber informieren, mit welchen Zusatzleistungen man nach einer Rufnummernmitnahme rechnen kann. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass keine formalen Fehler in den Anschreiben an den alten Anbieter die Rufnummernmitnahme verhindern oder unnötig verzögern. Hier kann es besonders sinnvoll sein, die häufig sehr umfangreichen Hilfen des neuen Anbieters zur korrekten Kündigung bzw. Verzichterklärung zu nutzen. Mit diesen ist die Rufnummernmitnahme meist besonders einfach und unkompliziert, da auch der neue Mobilfunkbetreiber auf diese Weise einen neuen Kunden gewinnen kann und somit ein Interesse daran hat, dass der Vertrag wie gewünscht zustande kommt. Ohne die Verzichterklärung kann die Rufnummernmitnahme dagegen nicht erfolgen: Diese Erklärung ist notwendig, damit die alte Mobilfunknummer vom alten Mobilfunkbetreiber freigegeben wird und mit dem neuen Tarif genutzt werden kann. Bei detaillierteren Fragen hilft auch die Kunden- bzw. Servicehotline des neuen Anbieters hier meist gerne weiter.

Was passiert nach der Rufnummernmitnahme?

Nach dem Antrag und der Erledigung der entsprechenden Formalitäten bekommt man einfach wie bei jedem Vertragwechsel ganz normal eine neue SIM-Karte und das entsprechende Informationsmaterial zugeschickt. Diese muss dann einfach gegen die SIM-Karte des alten Anbieters ausgetauscht werden. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese SIM-Karte unter der altgewohnten Mobilfunknummer angerufen werden kann. Bei einigen Anbietern kann es jedoch auch zu einer zeitlichen Verzögerung kommen, bevor die alte Nummer in vollem Umfang mit dem neuen Vertrag genutzt werden kann. Dies sollte aber im Normalfall nicht länger als einige Tage dauern. Die meisten Anbieter auf dem hart umkämpften mobilen Telekommunikationsmarkt sind hier bemüht, diesen Wechsel zu einem eigenen Tarif für die Kunden so reibungs- und stressfrei wie möglich zu gestalten. Dies gilt allerdings nicht unbedingt für den alten Vertragspartner, dessen Tarif gekündigt wurde.

Alte Nummer, neue Serviceangebote

Unbedingt beachtet werden sollte, dass eine Rufnummernmitnahme nicht bedeutet, dass auch alle Services des alten Anbieters wie gewohnt weiterhin genutzt werden können. Hier wurde das entsprechende Vertragsverhältnis beendet, daher besteht hier keine Pflicht vonseiten des Betreibers mehr, dem Kunden diese Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Konkret heißt das: Wer nach erfolgreicher Rufnummernmitnahme noch einmal schnell eine alte Sprachnachricht von seiner Mailbox abrufen will, der wird diese im Normalfall dort nicht mehr vorfinden. Wie bei einem ganz normalen Anbieterwechsel müssen hier alle Dienstleistungen des neuen Anbieters zunächst wieder auf die eigenen Bedürfnisse angepasst bzw. individualisiert werden. Darauf sollte man unbedingt achten, um nach einem solchen Anbieterwechsel keine unliebsamen Überraschungen in Hinblick auf verlorene Daten zu erleben. Gerade weil die Rufnummernmitnahme ansonsten häufig so reibungslos verläuft, dass man sich dessen gar nicht so wirklich bewusst wird, ist hier die Gefahr besonders groß, solche Details im alltäglichen Trott aus den Augen zu verlieren. Man sollte sich also immer bewusst machen, dass man nun eigentlich einen völlig neuen Vertrag abgeschlossen bzw. Prepaid-Tarif gebucht hat - auch wenn in Sachen Mobilfunknummer alles weiterhin so funktioniert wie bisher. So ändern sich z.B. auch die Servicenummern, unter denen die Hotline erreichbar ist oder das Prepaid-Guthaben aufgeladen werden kann.

Fazit

Wer die Rufnummernmitnahme schnell und unkompliziert erledigen möchte, der wird in vielen Fällen von seinem neuen Anbieter schlagkräftig bei diesem Vorhaben unterstützt. Dennoch gilt es, die entsprechenden Fristen zu beachten und den mit dem Service-Wechsel verbundenen eventuellen technischen Schwierigkeiten möglichst frühzeitig aus dem Weg zu gehen. Wenn man diese Punkte beachtet, dann verläuft die Rufnummermitnahme in den meisten Fällen weitgehend problemlos.

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