Magazin | 09.02.16 #lcd #lcd display

LCD-Bildschirme im Smartphone – starke Hintergrundbeleuchtung

Am Smartphonemarkt sind verschiedene Displaytechnologien vertreten. Neben AMOLEDs sind auch Bildschirme mit der LCD-Technologie erhältlich. Die Eigenschaften eines LCD-Displays sowie die Vor- und Nachteile erklären wir dir in diesem Artikel.

LC-Displays – so funktionieren sie

Der Begriff LCD kommt aus dem Englischen und bedeutet liquid crystal display (Flüssigkristallbildschirm). So bestehen die einzelnen Bildpunkte eines LCD-Bildschirms aus Flüssigkristallen, die jedoch nicht selbst leuchten. Vielmehr verfügt ein solches Display über eine Hintergrundbeleuchtung, sodass das Licht durch die Kristalle hindurch scheint. Dies bedeutet gleichzeitig auch, dass bei dieser Bildschirmtechnologie der gesamte Bildschirm entweder beleuchtet, oder komplett aus ist.

Für die Farbe sind die sind die einzelnen Pixel mit den Flüssigkristallen zuständig. Die Pixel setzen sich aus drei Subpixeln zusammen. Die Subpixel eines Pixels sind rot, grün und blau (RGB). Je nach elektrischer Spannung, mit der die Kristalle angesteuert werden, richten sich diese aus. Die Subpixel sind, je nach Ausrichtung der Kristalle mehr, oder weniger Licht durchlässig. Je mehr Licht durch einen Subpixel strahlt, desto dominanter ist die Farbe im Gesamtbild. Da die Subpixel so dicht beieinander liegen, verschwimmen die drei Farben rot, grün und blau für das menschliche Auge zu einer Farbe. Je nachdem wie hell die einzelnen Subpixel leuchten, kann so das gesamte Farbspektrum dargestellt werden.

Die Vorteile eines LC-Displays

Den Bildschirmen mit LCD-Technologien steht als Hauptkonkurrent das AMOLED-Display gegenüber. Hier kann der LCD Bildschirm in einigen Punkten besser abschneiden.

LCD-Bildschirme können mit ihrer hohen Helligkeit glänzen. Dies liegt an der Hintergrundbeleuchtung, die eine sehr starke Leuchtkraft hat. Ein weiterer Pluspunkt dieser Displays sind die geringen Herstellungskosten. In einem AMOLED-Bildschirm wird jeder Pixel einzeln beleuchtet, was die Produktionskosten deutlich in die Höhe treibt. Auch die Haltbarkeit eines LC-Displays ist etwas höher. Dies liegt wiederum an der Hintergrundbeleuchtung. Diese ist schlichtweg langlebiger als die vielen einzelnen Leuchteinheiten bei der AMOLED-Technologie.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Darstellung von Bildern und Texten mit einem LC-Display. So wirkt ein solches stets etwas schärfer als die Konkurrenz und auch die Farbdarstellung ist natürlicher. Dies betrifft vor allem den Weißwert, dieser kommt der Realität sehr nahe.

Die neusten Smartphones mit LCD Display

Die Nachteile eines LCD-Bildschirms

Wie die meisten technischen Produkte weist auch ein LCD Bildschirm einige Negativpunkte auf. So ist hier etwa der Akkuverbrauch vergleichsweise hoch. Dies hängt damit zusammen, dass bei dieser Technologie Teile des Bildschirms nicht ausgeschaltet werden können. Dies ist etwa bei AMOLED-Displays möglich, hier werden bei tiefen Schwarzwerten einfach die entsprechenden Pixel ausgeschaltet und verbrauchen somit keinen Strom. Ein LC-Display wird immer zu allen Teilen beleuchtet, auch wenn der gesamte Bildschirm ein schwarzes Bild darstellt. In diesem Fall sind die Flüssigkristalle so gedreht, dass sie kein Licht durchlassen. Der Hintergrund ist beim LCD dennoch beleuchtet.

Ein weiterer negativer Aspekt ist die geringe Herstellungsvielfalt eines LCD-Bildschirms. So kann diese Display-Art nicht gebogen werden. Biegbare Bildschirme sind deshalb nur mit AMOLED-Panels möglich. Des Weiteren fällt die Bauweise eines LC-Displays vergleichsweise dick aus. Aufgrund dessen werden die Smartphones stets etwas dicker, auch das Gewicht erhöht sich ein wenig.

Durch die ständige Hintergrundbeleuchtung ist der Schwarzwert der LCD-Technologie geringer als beim AMOLED. Letztere können einzelne Pixel ausschalten, beim LCD-Bildschirm leuchtet jedoch auch das Schwarz. Dies kann beim Betrachten von dunklen Bildern störend wirken.

Weiterentwickelte LCD-Bildschirme

Da ein Bildschirm mit der LCD-Technik durchaus mit einigen Nachteilen einhergeht, versuchen Hersteller diese stets zu optimieren. Neben immer höher werdenden Pixeldichten werden auch ganz neue Technologien angewandt. Eine davon ist die sogenannte IPS-Technologie. Bei dieser Art des LC-Displays wird durch eine optimierte Ausrichtung der einzelnen Kristalle versucht, die Blickwinkelstabilität noch weiter zu verbessern. Diese ist zwar bei einem LCD-Bildschirm schon recht hoch und vergleichbar mit der eines AMOLED-Screens, dennoch ist den Herstellern hier ein erkennbarer Erfolg gelungen. So wirken die Farben eines IPS-Bildschirms noch immer satt und kontrastreich, obwohl das Display in einem sehr flachen Winkel abgelesen wird. Diese Technik findet vor allem in den neuen iPhones ihre Verwendung, doch auch in den High-End-Geräten von Sony werden diese Displays verbaut. Aufgrund der vergleichsweise hohen Herstellungskosten finden diese Displays jedoch noch recht selten ihre Verwendung in Laptops, hauptsächlich werden IPS-Bildschirme in hochwertigen Smartphones angebracht.

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