Magazin | 11.07.15 #android #google

Android

Android – einer der erfolgreichsten Softwarebausteine des modernen Zeitalters. Die Historie hinter dem grünen Android-Logo ist lang. Beginnend bei Andy Rubin im Jahre 2003, zieht sie sich bis zu unserem jetzigen technischen Level. Google war nicht viel über Android bekannt, als der Konzern in den Sommermonaten des Jahres 2005 das Unternehmen Android erwarb, dessen Software anfänglich ausschließlich für Digitalkameras erdacht war. Umso überraschender war dann die Vorstellung des ersten Android-Smartphones im Jahre 2007, das offiziell auf den Namen HTC Dream hörte. Damit war in erster Linie eine Konkurrenz zum heutigen Rivalen Apple geschaffen, der damals das Feld der Branche dominierte. Recht schnell entdeckte man so das vielfältige Potenzial, das Android innewohnte, sodass das mobile Betriebssystem heute vor allem im Smartphone- und Tablet-Sektor anzutreffen ist. Hier spielt es in erster Linie seine verschiedensten, baubedingten Vorteile aus.

Grundlagen und Strukturmerkmale

So punktet das System vor allem mit seiner quelloffenen Struktur, die es Nutzern und Entwicklern erlaubt, tiefgreifende Änderung vorzunehmen. Das kann beispielsweise im Bereich der Personalisierung und Individualisierung viele Vorteile mit sich bringen, birgt aber auch Gefahren und Risiken. Auch alternativen Oberflächen werden so die Türen geöffnet. „Rootet“ der Nutzer sein Endgerät, befreit es also von den letzten Software-Fesseln, kann er über Design, App-Zugriffe und Co. selbst bestimmen. Mittlerweile gibt es sogar professionell entwickelte Oberflächen, sogenannte Custom-Roms, die dank Web-Anweisungen recht einfach zu installieren sind.

Übersicht über die Android Versionen

BezeichnungVeröffentlicht am
Android 1.0 (Base)23.09.2008
Android 1.1 (Base_1.1)10.02.2009
Android 1.5 (Cupcake)30.04.2009
Android 1.6 (Donut)15.09.2009
Android 2.0 (Éclair)26.10.2009
Android 2.1 (Éclair)12.01.2010
Android 2.2 (Froyo)20.05.2010
Android 2.3 (Gingerbread)06.12.2010
Android 3.0 (Honeycomb)23.02.2011
Android 3.1 (Honeycomb)10.05.2011
Android 3.2 (Honeycomb)16.07.2011
Android 4.0 (Ice Cream Sandwich)19.10.2011
Android 4.1 (Jelly Bean)27.06.2012
Android 4.2 (Jelly Bean)13.11.2012
Android 4.3 (Jelly Bean)24.07.2013
Android 4.4 (KitKat)31.10.2013
Android 4.4W (Wear)01.06.2014
Android 5.0 (Lollipop)03.11.2014
Android 5.1 (Lollipop)09.03.2015
Android 6.0 (Marshmallow)23.08.2017

All over the world - Verbreitung

Diese Vorzüge des Systems und die Tatsache, dass die Hersteller allen Produkten ihres Portfolios einen eigenen Look und somit spezifische Features zuweisen können, sorgen dafür, dass das einst so unbekannte System heutzutage auf den meisten mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets anzutreffen ist. Mittlerweile wurden weit über eine Milliarde Geräte aktiviert. Durch die freie Verfügbarkeit probieren sich auch preiswertere Hersteller im Smartphone-Segment und adressieren so vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer, was für eine steigende Tendenz sorgt.

Die neusten Android Smartphones

Oberfläche und Bedienbarkeit

Android zeichnet sich durch eine intuitive Bedienbarkeit aus und ist damit auch für weniger technisch-Affine gut geeignet. Viele werksseitige Hilfestellungen führen Anfänger gut durch Menüs, im Großen und Ganzen werden diese aber meist nicht benötigt. Bunte Icons, die mit passenden Titel versehen werden, geben Aufschluss über die jeweilige Applikation, die sich hinter ihm verbirgt. Das macht Android auch für die junge Generation interessant. Selbst Senioren haben so nur wenige Mühen, sich mit dem System zurechtzufinden. Teilweise erinnert das Bedienkonzept auch an das eines PCs, ist aber weniger überladen und somit meist übersichtlicher. Die Oberfläche im Einzelnen wird – wie oben bereits angedeutet – von den Herstellern selbst strukturiert. Meist bauen diese auch gewisse Features - beispielsweise die Steuerung durch Gesten - ein, welche den Alltag komfortabler gestalten sollen.
Aktualität

Diese alternativen, herstellerseitigen Oberflächen sind aber auch dafür verantwortlich, dass sich Updates auf die neueste Android-Version verzögern können, da viele Anpassungen nötig sind. Ganz anders sieht es da bei Geräten aus, die direkt von Google vertrieben werden, beispielsweise die Hardware der Nexus-Reihe. Denn hier kommt Android pur zum Einsatz - ohne Anpassungen.

Flexibel und wandelbar

So wie bei Windows die Einsatzgebiete über die der PCs hinausgehen, so ist Android auch nicht nur bei Smartphones und Tablets die Lösung, was die Softwareseite betrifft. Denn in Zeiten, in denen der Fernseher mit dem Nutzer kommuniziert und auf dessen Sprachbefehle reagiert, benötigen auch derartige Plattformen eine solide Softwarebasis. Dass bei den Herstellern mittlerweile die Wahl auf Android gefallen ist, war zu erwarten. Zu lange spielten die Hersteller ihr eigenes Spiel, entwickelten Anwendungen, die nicht untereinander kompatibel waren. Mit Android sind diese Zeiten nun vorbei, da in erster Linie fast alle Apps des Play Stores mit dem TV kompatibel sind und somit im Großbildformat genossen werden können.

Und nicht nur im Wohnzimmer etabliert sich Android, sondern auch am Handgelenk – in Form von Smartwatches. Die kleinen Gadgets, die - gekoppelt mit dem Handy - dem Nutzer zahlreiche Informationen kompakt am Handgelenk präsentieren, werden meist ebenfalls mit Android ausgestattet. Allerdings mit der sogenannten „Wear-Version“, die speziell auf die geringe Displaygröße und alltagsspezifische Anwendungen abgestimmt wurde. Da die Uhren meist mit dem Mobiltelefon verbunden werden müssen, das oft auch mit Android läuft, ist der Hang zur Software hinter dem grünen Androiden eigentlich nur nachvollziehbar.

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